Pine and Fir Resin

Gathered pine resin, Oct. '16
Pine resin, Oct. ’16

Fichten- und Kiefernharz wird in Europa von unterschiedlichen Arten der Gattung Picea (Fichten) und Pinus (Kiefern, Föhren) gewonnen und durch Erhitzen gereinigt. Man spricht dann auch von Kolophonium (Kiefer) und Burgunderharz oder Weißpech (Fichte). Industriell findet das aus dem Harz gewonnene Terpentin in Lacken, Firnissen und Kitten Verwendung. Früher erzeugten sogenannte Pecher Einschnitte in der Rinde der Bäume um das Harz zu gewinnen. Diese Einschnitte in der Rinde werden fachmännisch auch “Lachten” genannt. Heute wird das industriell benötigte Harz auf andere Weise extrahiert. Wer selbst Harz sammeln möchte, findet es an durch den Forstbetrieb verwundeten Bäumen oder, mit ein wenig Glück, noch an alten Lachten. Das rohe Harz hat eine hellgelb bis leuchtend orange-gelbe oder fleischig rosa bis mitunter tiefrote Farbe und ist, je nach Alter, klebrig flüssig (Bsp. “Kiefernpech”) oder bereits ausgehärtet. Jahrzehnte altes Harz kann der Konsistenz und dem Aroma von Bernstein nahe kommen.Lachte

Das zum Räuchern genutzte Harz einheimischer Koniferenarten ist auch als “Waldweihrauch” bekannt. Das frische Harz riecht besonders intensiv. Zum Räuchern verwendet man aber vorrangig getrocknetes und ausgehärtetes Harz, welches einen balsamischen Duft verströmt. Dabei macht es sowohl den Kopf als auch die Atemwege frei. Der Fichte sagt man nach, dass sie als mütterlicher Baum den Menschen beschütze und die Macht besäße, ihn von Krankheiten zu befreien. Die Kiefer verbindet Himmel und Erde und symbolisiert zudem das Leben und das Feuer als lebensspendende Kraft. In den dunklen und kalten Winternächten gab das Feuer aus ihrem Holz Licht und Wärme. Sowohl die Nadeln als auch das Harz wurden in schamanischen Zeremonien zur Kontaktaufnahme mit den Ahnen geräuchert.

Eine umfassende Abhandlung zum Thema findet ihr auf der von mir hoch geschätzten Seite bussardflug.de

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